Die Angst der Kommunisten vor der Botschaft von Fatima

Begegnungstag von Kirche in Not in Kevelaer

Von Michaela Koller

KEVELAER, 18. Mai 2017 (Vaticanista/Die Tagespost).- „Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich“, sagte 2010 Papst Benedikt XVI. auf seiner Fatima-Reise. Die Frage der Aktualität der Botschaft von Fatima hat folgerichtig beim Begegnungstag des Hilfswerks „Kirche in Not“ Deutschland in Kevelaer aus Anlass des 100. Jahrestags der ersten Marienerscheinung in Fatima im Vordergrund gestanden.

Die Veranstalter spannten den Bogen von der Situation im bevölkerungsreichsten kommunistischen Land, in China, mit Hongkongs Altbischof Kardinal Joseph Zen Ze-kiun als Zeugen zurück zur historischen und geistlich-geschichtlichen Dimension der Ereignisse vor 100 Jahren bei der natürlichen Mulde Cova da Iria in Zentralportugal, die der Historiker Michael Hesemann darlegte. Weiterlesen

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„Auch viele Muslime wünschen klare Trennung von Politik und Religion“

Interview nach dem Papstbesuch in Ägypten mit dem Jesuiten und Islamkenner Samir

KAIRO, 22. Mai 2017 (Vaticanista/Die Tagespost).- Der ägyptische Jesuit und Professor Samir Khalil Samir, einer der führenden Islamberater des Vatikans, hofft auf Nachwirkungen der Reise von Papst Franziskus im Land am Nil. Michaela Koller befragte ihn zu den Botschaften des Papstes auf seiner jüngsten Nahostreise Anfang April und zur Reaktion seiner Zuhörer. Weiterlesen

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„Alles, was die Kämpfer tun, hat seine Wurzeln in Koran oder Tradition“

Zur Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Rom und Kairo

Von Michaela Koller

ROM, 28. Februar 2017 (Vaticanista/ZENIT).- Der ägyptische Jesuit und Islamwissenschaftler Samir Khalil Samir hat in einem Interview mit der in Würzburg erscheinenden katholischen Zeitung „Die Tagespost“ Saudi-Arabien vorgeworfen, Druck auf die höchste islamische Rechtsautorität, die der Großscheich der ägyptischen Universität von Al Azhar, Ahmed Al-Tayeb, vertritt, auszuüben. „Als sie jedoch voriges Jahr in Tschetschenien bei einer Konferenz unter insgesamt 200 Islamgelehrten aus Ägypten, Syrien, Jordanien, Sudan und Europa erklärten, dass der Wahhabismus im Widerspruch zum wahren Islam stehe, kündigte Saudi-Arabien die Kürzung von Hilfen in Milliardenhöhe an“, sagte er im Interview. So sei Al Azhar hin und hergerissen. Weiterlesen

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„Das ist nur ein erster Schritt“

Interview mit dem ägyptischen Jesuiten und Islamgelehrten Samir Khalil Samir zur Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Kairoer Al Azhar Universität und dem Vatikan

ROM, 28. Februar 2017 (Vaticanista/Die Tagespost).- Nach sechsjähriger Unterbrechung haben der Vatikan und die Al-Azhar-Universität in Kairo am Mittwoch ihren offiziellen Dialog wieder aufgenommen. Die Wiederbegegnung stand unter dem Motto „Die Rolle von Al-Azhar-Dialog-Zentrum und Vatikan im Kampf gegen das Phänomen von Fanatismus, Extremismus und Gewalt im Namen Gottes“. Michaela Koller befragte dazu einen innigen Kenner des christlich-islamischen Dialogs, den ägyptischen Jesuiten und Islamgelehrten Samir Khalil Samir. Weiterlesen

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Wir möchten unsere Gebiete nicht verlassen, sondern wieder aufbauen

Interview mit dem IGFM-Referenten für humanitäre Hilfe im Nordirak, Khalil Al-Rasho

FRANKFURT, 10. Februar 2017 (Vaticanista).- Noch Ende des 19. Jahrhunderts wollte der Osmanische Sultan die Jesiden islamisieren, einer von 72 Versuchen sie auszulöschen, an die sich diese Religionsgemeinschaft erinnert. Weltweit zählen rund eine Million Menschen dazu. Im Osmanischen Reich waren sie nicht als Religionsnation anerkannt, obwohl sie 4.000 Jahre Geschichte hinter sich wissen, an einen einzigen Gott glauben. Ihre Glaubensinhalte vermitteln sie nur mündlich. Das Jesidentum wird nie durch Mission weitergeben, sondern nur durch Geburt.

Heute degradiert die Terrormiliz Islamischer Staat die Angehörigen der Gemeinschaft zu Objekten, die sie, seit sie ein Siedlungsgebiet, das Shingal-Gebirge im Nordirak, im August 2014 überrannten, versklaven. Wie die Christen, die aus diesem heiligen Land der Bibel um die Niniveh-Ebene massenweise vertrieben wurden, erfahren sie sich als ziemlich allein gelassen von der internationalen Gemeinschaft.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt unterstützt die teilweise schwer traumatisierten Opfer der Terrororganisation Islamischer Staat mit humanitärer Hilfe und in die Zukunft gerichteten Projekten zur Verständigung unter den Religionsgemeinschaften. Schon seit langer Zeit leben Christen und Jesiden friedlich Seite an Seite in dem Landstrich. Michaela Koller, IGFM-Referentin für Religionsfreiheit, fragte IGFM-Referenten Khalil Al-Rasho nach seinen Erfahrungen im Nordirak. Weiterlesen

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