Papstaudienz mit Ausblick auf Assisi

Gespräch über Einsatz in Afrika und Märtyrer Shahbaz Bhatti

ROM/ MÜNCHEN, 9. September 2011 (Vaticanista).- Am Vorabend des interreligiösen Friedenstreffens im „Geist von Assisi“ hat Papst Benedikt XVI. am Freitag den Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, Professor Andrea Riccardi, deren Präsidenten Marco Impagliazzo und Bischof Vincenzo Paglia von Terni-Narni-Amelia, in Audienz empfangen.

Eine Papstaudienz in derselben Besetzung 2010; Foto: Sant' Egidio

Eine Papstaudienz in derselben Besetzung 2010; Foto: Sant' Egidio

Seine Besucher berichteten dem Oberhaupt der katholischen Kirche über die aktuelle Situation der Gemeinschaft Sant’ Egidio weltweit. Dabei ging es vor allem um Afrika, wo die Gemeinschaft in dreißig Ländern präsent ist und die Entwicklung der Hilfsprogramme von Sant’ Egidio wie das Programm DREAM, in dem 150.000 AIDS-Kranke in zehn afrikanischen Ländern erfolgreich behandelt werden.

Die Repräsentanten kamen bei der Begegnung mit dem Papst auch auf die Lage in verschiedenen Länder Asiens insbesondere Pakistans zu sprechen. Sie erinnerten an Shahbaz Bhatti, der als Märtyrer starb und geistlich eng mit der Gemeinschaft Sant’Egidio verbunden war. Sein Bruder Paul Bhatti, aktuell Berater für Minderheitenfragen beim pakistanischen Premierminister, spricht am Montag in München über Religionsfreiheit als Weg zum Frieden.

Die Audienz mit dem Papst war auch eine Vorbereitung auf das interreligiöse Treffen in Assisi, das am 27. Oktober zum 25. Jahrestag der ersten historischen Begegnung dieser Art unter dem Vorgänger Papst Johannes Paul II. stattfindet. An der Versammlung nehmen auch erstmals Nichtgläubige aus Wissenschaft und Kultur teil. Geplant ist ein Tag der Besinnung, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt, an dem sich „Menschen guten Willens“ dem Oberhaupt der katholischen Kirche anschließen. Bei der Bekanntmachung zu Beginn des Jahres betonte das Presseamt des Heiligen Stuhls, dass die eigene Identität gewahrt und Synkretismus vermieden werde. Im übrigen wird auch in München nicht gemeinsam, sondern gleichzeitig gebetet. (mk)

 

 

 

 

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