Mehr Standhaftigkeit im Dialog mit den Muslimen

Neuerscheinung zum interreligiösen Dialog

AUGSBURG, 11. Oktober 2011 (Vaticanista/SUV).- Das Verhältnis von christlichem Abendland und muslimischer Welt gehört längst zum Kernrepertoire der Sonntagsreden. Doch wissen alle Politiker wirklich, wovon sie sprechen? Samir Khalil Samir weiß es ganz bestimmt. Der gebürtige Ägypter ist Jesuit, hat unter anderem im Libanon, in Italien und Deutschland gelebt und gehört zu den renommiertesten Islamwissenschaftlern weltweit. In seinem gemeinsam mit Michaela Koller entstandenen Buch „Christen und Muslime. Geschichten und Perspektiven einer Partnerschaft“ führt er tief hinein in die Welt des interreligiösen Dialogs. Soeben ist der Band im Augsburger Sankt Ulrich Verlag erschienen.

Herzstück des Buches ist ein ausführliches Interview, das Koller mit Pater Samir geführt hat. Von den theologischen Streitfragen über das alltägliche Miteinander bis hin zu den Dialoginitiativen Papst Benedikts XVI. werden hier alle wesentlichen Punkte im Dialog zwischen Christen und Muslimen behandelt. Naivem Multikulti-Denken stellt sich der Jesuit ebenso entgegen wie pauschaler Islamschelte und propagiert stattdessen ein Miteinander in gegenseitigem Respekt, aber auch in Standhaftigkeit der eigenen Position gegenüber. Vervollständigt wird das Buch durch ein Porträt Pater Samirs sowie durch einen Aufsatz des Jesuiten, in dem er quasi die Kehrseite des heutigen Dialogs beleuchtet. Er erläutert darin, wie sehr das Christentum den Islam im frühen Mittelalter geprägt hat und welche Schlussfolgerungen daraus für die heutige Zeit zu ziehen sind. „Christen und Muslime“ ist ein Buch, das systematisch und praxisnah zugleich, sich von den Allgemeinplätzen abheben möchte, die zu diesem Thema allzu oft zu hören sind.

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