Libanon Papstreiseziel für 2012?

Benedikt XVI. empfängt libanesischen Premierminister in Audienz

Von Andreas Breitkopf

ROM, 1. Dezember 2011 (Vaticanista).- Der Libanon kann ein Vorbild für das Zusammenleben von Muslimen und Christen sein. Davon ist jedenfalls Papst Benedikt XVI. überzeugt. Er hat am Montag den Premierminister des Libanon, Najib Mikati, in Audienz empfangen. Bei der Gelegenheit hoben beide Seiten die wichtige Rolle des Libanons für die Region und die ganze Welt hervor.

Das Land deutlich machen, wie seine christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen in Freiheit und Respekt zusammenleben, wie es in einer Erklärung des Pressesaals des Heiligen Stuhls hieß. Dazu seien politische Stabilität, Zusammenarbeit und ein Dialog zwischen den sozial und institutionell Verantwortlichen notwendig. So könne sich der Libanon wirksam den aktuellen Herausforderungen stellen, mit denen er intern und auf internationaler Ebene konfrontiert sei.

Des Weiteren richteten der Papst und der Premierminister den Blick in den Mittleren Osten, mit bevorzugter Aufmerksamkeit auf die delikate Situation in Syrien. Beide hätten die Dringlichkeit eines friedlichen Zusammenlebens aller Seiten auf Grundlage von Gerechtigkeit, Versöhnung und Menschenwürde unterstrichen, hieß es in der Erklärung des Vatikan. Libanon unterstützt die Sanktionen gegen Syrien nicht, wohin der von der radikalislamischen Hisbollah unterstützte Premier Mikati gute Beziehungen unterhält.

Die libanesische Regierung gab bekannt, dass Mikati Papst Benedikt auch eine Einladung in den Libanon überbracht habe. Beobachter rechnen damit, dass das Kirchenoberhaupt dort im kommenden Jahr das Apostolische Schreiben zu Nahostsynode überbringen wird, die im Oktober vorigen Jahres in Rom stattfand.

 

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