Hochfest und Neujahr in Rom

ROM, 2. Januar 2012 (Vaticanista).- Während seiner Predigt zum Hochfest der Gottesmutter hat Papst Benedikt XVI. die besondere Rolle der Gottesmutter bei der Geburt des Erlösers der Welt hervorgehoben: „Die Mutter Gottes ist die erste Gesegnete, und sie ist es, die den Segen bringt; sie ist die Frau, die Jesus in sich aufgenommen hat und ihn für die ganze Menschheitsfamilie geboren hat“.

Mit Blick auf das Sonntagsevangelium über die Hirten von Bethlehem verwies er darauf, dass sie die Erfahrung gemacht haben, „in der Gegenwart Gottes zu sein, unter seinem Segen zu stehen“, und dies gerade nicht in einem imposanten Palast, sondern in einem Stall.

Über die Jungfrau, die Frau, die dieses Kind, den Sohn Gottes in dem Stall zur Welt gebracht hat, sagte der Papst: „Die erste, die mit diesem Segen erfüllt wurde, war die Jungfrau Maria, die Braut des Josef, die Gott im voraus vom ersten Augenblick ihrer Existenz an dazu erwählt hat, die Mutter seines menschgewordenen Sohnes zu werden“.

In seiner Ansprache zum Angelus-Gebet, verbunden mit den traditionellen Neujahresgrüßen, forderte der Papst alle auf, „die Geduld und die Hartnäckigkeit zu haben, die Gerechtigkeit und den Frieden zu suchen, den Geschmack am Gerechten und Wahren zu pflegen, auch wenn das möglicherweise mit Opfern verbunden ist und verlangt, gegen den Strom zu schwimmen“.

Abschließend betete Benedikt XVI., dass sich dieses tiefe Streben trotz aller Schwierigkeiten in konkrete Gesten der Aussöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens umsetzen möge.

An die Pilger und Besucher deutscher Sprache richtete Benedikt XVI. während des Angelus-Gebets die folgenden Worte: „Einen herzlichen Neujahrsgruß richte ich an die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Ganz besonders grüße ich die Sternsinger aus dem Bistum Würzburg und alle, die in diesen Tagen als Heilige Drei Könige die Weihnachtsbotschaft verkünden. Das erste liturgische Fest des Jahres ehrt Maria, die Mutter Gottes. Voll Freude schauen wir auf sie, die Mutter des Erlösers, die der Herr auch uns zur Mutter gegeben hat. In kindlicher Liebe wollen wir uns in diesem Jahr dem mütterlichen Schutz Marias anvertrauen, damit sie uns immer mehr zu Jesus, ihrem Sohn führe. Gott segne euch alle.“ (ab)

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