Ballons und Schuhplattler für Papst Benedikt XVI.

Vorbereitungen zum 85. Geburtstag

Von Michaela Koller

MÜNCHEN, ROM 6. März 2012 (Vaticanista).- Zum 85. Geburtstag Papst Benedikts XVI. am 16. April dieses Jahres laufen die Planungen in seiner bayerischen Heimat derzeit auf Hochtouren. Seit voriger Woche ist Papst Benedikt XVI. der älteste Papst seit 100 Jahren. Sein Heimatbistum, die Erzdiözese München und Freising, möchte ihn mit einem traditionellen Bayerischen Abend erfreuen. Verschiedene Gruppen aus dem Erzbistum werden am 3. August im Innenhof der Sommerresidenz des Heiligen Vaters in Castel Gandolfo in den Albaner Bergen bei Rom mit Musik- und Tanzdarbietungen die Begegnung gestalten. Unter anderem wollen sie dem Papst Jodeln, Schuhplatteln, einem Erntetanz und Gstanzln darbieten. Mit einem Sonderzug aus Landshut über Freising, München und Rosenheim reisen mehr als 800 Pilger an, darunter 450 Gebirgsschützen und 150 Trachtler. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, wird mit den Pilgern am 4. August in Rom Eucharistie feiern.

Anlässlich des Wiegenfestes startet zudem die Initiative „Deutschland pro Papa “ eine außergewöhnliche Aktion: „85 Luftballons für Benedikt – Zeichen der Hoffnung“. Unter der Schirmherrschaft des Papstbruders und ehemaligen Domkapellmeisters Prälat Georg Ratzinger werden am Vortag, Sonntag, den 15. April pünktlich zum Angelus um 12 Uhr, 85 gelb-weiße Luftballons vom „Papsthügel“ auf dem Islinger Feld in Regensburg gestartet. Die ersten 85 Besucher, die ab 11 Uhr auf dem „Papsthügel“ eintreffen, bekommen einen Ballon in die Hand und dürfen ihn steigen lassen, bevor das Angelus-Gebet beginnt.

Bereits dreimal besuchte Papst Benedikt XVI. in seiner erst siebenjährigen Amtszeit seine alte Heimat, darunter im September 2006 Regensburg, wo er mit vielen Tausend Gläubigen auf dem Islinger Feld die Heilige Messe feierte. Die Initiative „Deutschland pro Papa“ will eigenem Bekunden zufolge dem Aufruf des Pontifex zur Neuevangelisierung folgen: Um auch diejenigen zu erreichen, die der Kirche oder dem christlichen Glauben an sich fern stehen, haben sich die Initiatoren geplant, jedem Ballon ein kleines Briefchen beizugeben, das mit einigen Sonnenblumensamen gefüllt ist: „Samen als Zeichen des Wachstums und der Hoffnung – Hoffnung für ein neues Leben, feste Verwurzelung im Glauben und Wachstum“, wie es in einer Erklärung des Vereins heißt. Auch wenn der Finder nicht religiös sei, könne ein Same immer ein Zeichen der Hoffnung sein, schreiben die Veranstalter. Den Samen zu säen lohnt sich: Den Finder, der „Deutschland pro Papa“ die schönsten Bilder seiner Sonnenblumen sendet, wird mit einer Überraschung und der Veröffentlichung seiner Fotos belohnt.

 

 

 

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