Oppositionelle besetzen Kirche in Havanna

Ihr Ziel: Papst auf Menschenrechtssituation aufmerksam machen

HAVANNA, 15. März 2012 (Vaticanista).- Dreizehn Oppositionelle auf Kuba haben am Mittwoch, eine katholische Kirche im Zentrum Havannas friedlich besetzt, um auf das Schicksal der verbliebenen politischen Gefangenen aufmerksam zu machen und um die Aufmerksamkeit von Papst Benedikt XVI. auf die Menschenrechtssituation auf Kuba zu lenken. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, forderten die Oppositionellen den Papst auf, bei seinem vom nächsten Mittwoch bis Samstag anstehenden Besuch auf der Zuckerinsel auch Vertreter der Bürger-rechtsbewegung zu treffen.

Die IGFM berichtet weiter, dass ein Sprecher der katholischen Kirche in Havanna die Aktion von acht Män-nern und fünf Frauen als inakzeptabel kritisierte. Im Gegenzug griffen die stark präsenten kubanischen Sicherheitskräfte nicht ein, umstellten aber die betroffene katholische Kirche der Barmherzigen Jungfrau von Cobre, der Schutzpatronin Havannas.

IGFM-Sprecher Martin Lessenthin bedauerte, dass bisher nichts darüber bekannt sei, ob Benedikt der XVI. Vertreter der kubanischen Menschenrechts- und Demokratiebewegung empfangen und sich überhaupt zum Thema Menschenrechte äußern wolle. Über mögliche Treffen mit der katholischen Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ und der christlichen Sozialbewegung von Oswaldo José Payá Sardinas gibt es keine Informationen. Beide Gruppen genießen hohes internationales Ansehen genießen erhielten in den Jahren 2002 und 2005 jeweils den Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europäischen Parlaments.

 

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