Aus Europa harsche Kritik an Christenverfolgung im Iran

Schutzmachtrolle Europas für Christen

STRASSBURG/ MÜNCHEN, 15. Juni 2012 (Vaticanista/PM).- Gegen den heftigen Widerstand von Sozialisten, Liberalen, Grünen und Linken hat die christdemokratische EVP-Fraktion im Straßburger Europaparlament am Freitag die ausdrückliche Erwähnung der Menschenrechtsverletzungen an Christen in einer Dringlichkeitsentschließung zum Iran durchgesetzt.

Das Europäische Parlament in Straßburg; Foto: T. Brandler

Das Europäische Parlament in Straßburg; Foto: T. Brandler

In einem vom außen- und menschenrechtspolitischen Sprecher der CSU-Europaabgeordneten, Bernd Posselt, eingebrachten mündlichen Änderungsantrag wird die Aufforderung des Parlamentes an Teheran, die „Verfolgung und Drangsalierung von nicht-schiitischen Muslimen“ zu beenden, um die Nennung „von religiösen Minderheiten … Assyrern und anderen christlichen Gruppen“ ergänzt, bevor der Text dann auf die Probleme der Bahai zu sprechen kommt.

Posselt zeigte sich zwar zufrieden, dass die Mehrheit des Europaparlamentes seinem Vorstoß gefolgt sei, bemängelte aber „die Phobie linker Kräfte, Menschenrechtsverletzungen an Christen als solche anzusprechen. Europa ist ein mehrheitlich christlicher Kontinent, und wer soll die Schutzmacht der Christen in aller Welt sein, wenn nicht wir?“

 

 

 

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