Juden in Deutschland: Dank für katholische Unterstützung

Begegnung zwischen Botschafter und Erzbischof Zollitsch

BERLIN, 13. September 2012 (Vaticanista).- Für die jüngste Unterstützung gegen antisemitische Gewalt und in der Beschneidungsdebatte durch die katholische Kirche in Deutschland hat sich Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsmann bedankt. Der Spitzendiplomat würdigte am Donnerstag bei einer Begegnung mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch dessen Verurteilung des Angriffes auf Rabbiner Alter in Berlin. Auch auf dessen Appell, dass es in Deutschland bald Rechtssicherheit in der Frage religiöser Beschneidungen geben müsse, ging Hadas-Handelsmann Angaben der Botschaft zufolge dankend ein.

Bei dem Treffen gingen die Gesprächspartner auch auf die Situation der Christen im Nahen Osten ein, die sich, so der Botschafter, im Zuge der jüngsten Veränderungen in der Region eher verschlechtert habe. Beispiele hierfür seien etwa Vorfälle in Ägypten, Syrien und dem Gazastreifen.

Nachdrücklich verurteilte der Botschafter den jüngsten Angriff auf das Kloster Latrun bei Jerusalem. Die Angriffe von Fanatikern aus den eigenen Reihen richteten sich jedoch nicht nur gegen Christen, sondern vor allem auch gegen staatliche israelische Institutionen. Beide Seiten stimmten überein, dass es auch weiterhin eine sichtbare Präsenz des Christentums in Israel geben müsse.

Bei der Begegnung überreichte der Bischofskonferenz-Vorsitzende ein Grußwort zu Rosh Ha-Shana an die Juden in Deutschland. (mk)

 

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