Eucharistischer Kongress in Köln eröffnet

Mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet

KÖLN, 6. Juni 2013 (Vaticanista/dbk/PM).- Mit einem feierlichen Gottesdienst im Kölner Tanzbrunnen ist am Mittwochabend der Eucharistische Kongress eröffnet worden. Bis Sonntag werden mehrere zehntausend Teilnehmer bei über 800 Veranstaltungen erwartet. Zum Eucharistischen Kongress hat die Deutsche Bischofskonferenz eingeladen. Gastgeber ist das Erzbistum Köln.

Eine Installation beleuchtet den Dom farbenfroh: Foto: Stadt Köln

Eine Installation beleuchtet den Dom farbenfroh: Foto: Stadt Köln

In seiner Predigt während des Eröffnungsgottesdienstes mit dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, dass die Kirche aus Brüdern und Schwestern bestehe, die Christus und der Welt begegneten: „Wir sind nicht Knechte und Mägde, auch nicht Saisonarbeiter einer Firma, die heute angestellt und morgen entlassen werden. Hier herrscht ein anderer Ton: In der Eucharistie sucht der Herr unsere Freundschaft, durch die er uns Anteil gibt an sich selbst und an allem, was er hat und was er ist.“

Der Eucharistische Kongress sei die Chance für die Kirche in Deutschland, dass „das überwältigende Geheimnis der Eucharistie neu aufleuchtet: Der Herr ist in unserer Mitte – das ist sein großes Geschenk an uns. In ihm haben wir Zugang zum Vater. Die Feier der Eucharistie lässt uns nicht kalt, sie ‚macht etwas‘ mit uns; sie verwandelt uns als Einzelne und als Kirche“, sagte Erzbischof Zollitsch. Im Zentrum des Glaubens stehe Jesus Christus, „die Summe seines Lebens und seiner Sendung ist die Eucharistie; die Mitte der Eucharistie ist die brennende Liebe unseres Heilands, der uns zu den Menschen drängt.“

In seiner Einführung zur Eucharistiefeier ging Kardinal Meisner auf das Motto des Eucharistischen Kongresses ein: „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ (Joh 6,68). Diese Frage des Petrus werde ergänzt durch das Wort: „Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68). Es gibt also zu ihm keine Alternative! Wir haben schon wie Petrus gewählt, und darum sind wir zum Eucharistischen Kongress nach Köln gekommen. Wir veranstalten heute Abend nicht erst ein Vorspiel, sondern wir gehen von Anfang an mitten ins Zentrum unseres Glaubens, indem wir nun an den Altar treten, um die heilige Eucharistie zu feiern”, sagte Kardinal Meisner.

In der Auftaktpressekonferenz unterstrich der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer SJ, dass der Eucharistische Kongress inmitten der Gedenkfeiern zum 50-jährigen Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils stehe. „Mit der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils feiern wir katholische Christen heute unsere Liturgie.” Langendörfer erinnerte an die vor zehn Jahren von Papst Johannes Paul II. verfasste Enzyklika über die Eucharistie, in der er den Zusammenhang von Eucharistie und Gemeinschaft beschreibe: „Die Feier der Eucharistie kann aber nicht der Ausgangspunkt der Gemeinschaft sein, sie setzt die Gemeinschaft vielmehr voraus und möchte sie stärken und zur Vollendung führen“, schrieb darin Papst Johannes Paul II. „Der Eucharistische Kongress ist das Zusammentreffen der Gemeinschaft untereinander und mit Christus”, sagte Langendörfer.

Monsignore Robert Kleine, Sekretär der Großveranstaltung, würdigte den Eucharistischen Kongress als Suche nach dem immer Größeren, nach Gott: „Auf diese gemeinsame Suche nach dem Höheren freue ich mich schon sehr. Sie findet ihren Ausdruck in Katechesen, in Gottesdiensten, im gekonnten Spiel mit Licht und Musik. Einer meiner persönlichen symbolischen Höhepunkte ist das 20 Meter hohe Kreuz, das als Symbol des Kongresses am Tanzbrunnen errichtet wurde und bis zum Sonntag erleuchten wird, besonders auch in der Nacht”, bekannte Kleine. Als Zeichen der weltkirchlichen Verbundenheit hat Papst Franziskus als Legaten Kurienkardinal Paul Josef Cordes nach Köln geschickt. Damit unterstreicht der Papst die Bedeutung des Kongresses für die Kirche insgesamt.

Einer der zahlreichen künstlerischen Höhepunkte stellt eine einzigartige Licht- und Klanginstallation im weltberühmten Kölner Dom dar: Dadurch wird die gotische Kathedrale in einen farbenfrohen Ort des Innehaltens und Staunens verwandelt. Die beiden Künstler Sabine Weißinger und Friedrich Förster, auch unter dem Namen Casa Magica bekannt, haben für ihr Lichtspiel eine Bildersprache gefunden, die Motive aus der Architektur der Kathedrale mit Formen der Eucharestie verbindet. Im Mittelpunkt steht die Verkündung Jesus Christi „Ich bin Christus, das Licht der Welt.“ Musikalisch wird die Lichtshow von Domorganist Professor Winfried Bönig und dem Vokalensemble „Kölner Vokalsolisten“ begleitet, die mit geistlicher Musik die Brücke vom Mittelalter zur heutigen Zeit schlagen. Die Installation unter dem Namen „lux eucharistica“ beginnt um 22.00 Uhr und findet von Mittwoch bis Samstag statt. Der Eintritt ist frei. Einlass ist um 21.30 Uhr.

 

 

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