Das musikalische Erbe der Jesuitenreduktionen

Terminhinweis für München

MÜNCHEN, 14. November 2013 (Vaticanista).- Über Missionare in den Jesuitenreduktionen gelangten im 17. und frühen 18. Jahrhundert zeitgenössische Kompositionen aus Europa in die Neue Welt. Die musikalisch begabten Ureinwohner glaubten traditionell, mit der Musik eine Verbindung zum Überirdischen herstellen zu können. Die Ordensmänner förderten das tägliche Musizieren, das bald zu eigenen Kompositionen für Orchester führte. Die Barockmusik der frühen Neuzeit verband sich in einzigartiger Weise mit indigenen Klangelementen und der Folklore Südamerikas. Lange waren diese Klänge nach dem Untergang der Reduktionen in Vergessenheit geraten.

In San Ignacio de Moxos (tropischer Nordosten Boliviens) hat sich eine junge Gruppe begabter und hochmotivierter Schüler zusammengefunden, um unter der Leitung der Dirigentin Raquel Maldonado das musikalische Erbe der Reduktionszeit weiter leben zu lassen. Die Jugendlichen aus dem kleinen Urwaldort San Ignacio studieren die Klänge der alten Meister in einer neu gegründeten Musikhochschule. Am Sonntag, den 24. November ist der Jugendchor MOXOS aus Bolivien während seiner Europa-Tournee zu Gast in München. Das Jugendorchester Moxos gestaltet deshalb die Sonntag-Abend-Messe um 19 Uhr in der Münchner Pfarrkirche St. Anna, St. Anna-Str. 19.

 

 

 

Artikel drucken

Dieser Beitrag wurde unter Empfehlung der Redaktion, Tipps/Termine veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.