Das Leben Papst Benedikts XVI. weltweit auf der Kinoleinwand

Papstfilmproduzent verrät Details über Projekt

Von Michaela Koller

KRONBERG, 2. Juli 2015 (Vaticanista/ZENIT.org).- Dem tiefgründigen Genre eines Papstfilms öffnet sich demnächst der deutsche Schauspieler Matthias Schweighöfer mit seiner Filmproduktionsfirma Pantaleon Entertainment. So anerkannt der Mime durch seine enorme Wandelbarkeit auch ist, trat er bislang durch Komödien-Produktionen hervor. Dem früheren RTL-Fernsehfilm- und Serien-Chef Peter Alexander Weckert gelang es jedoch, Schweighöfer sowie Dan Maag und Marco Beckmann davon zu überzeugen, dass das Leben des emeritierten Papstes Benedikt XVI. sich zum großen Leinwandstoff eignet.

Foto: M. Koller

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Für die internationale Produktion wird Drehbuchautor Johannes Betz („Die Spiegel-Affäre“, „Hindenburg“, „Die weiße Massai“) das Script entwickeln, der mit Weckert früher schon bei RTL zusammen arbeitete. Der Autor bringt Leidenschaft fürs Thema mit: „Betz ist extrem an Vatikan und Papst interessiert“, sagte Weckert im Gespräch mit ZENIT.
Als Grundlage wird die Biographie von Peter Seewald dienen, die voraussichtlich 2016 im Pattloch-Verlag (Verlagsgruppe Droemer Knaur) veröffentlicht und neue, bislang unbekannte Details aus dem Leben des ehemaligen Papstes enthalten soll. Er habe bereits Ende 2011 in einem Telefonat mit Peter Seewald von dem Biographie-Vorhaben erfahren, erinnert sich Weckert an die Anfänge des Projekts. „Da hat mein Filmherz sofort Luftsprünge gemacht“, verriet er. Der Produzent und der Publizist kannten sich schon seit seinem ersten Kinofilm mit Papst Benedikt „Francesco und der Papst“, die Dokumentation über einen Elfjährigen aus dem Chor der Sixtinischen Kapelle, der ein Solo für den Papst singen darf.
Bis zur Vorstellung des Planes waren allerdings einige Hürden zu bewältigen: Der überraschende Rücktritt des deutschen Papstes führte dazu, dass eine erste Produktionsfirma aus dem Vorhaben ausstieg. Peter Weckert verzagte nicht und im Frühjahr vorigen Jahres zeigte Pantaleon Interesse. „Ich war sehr überrascht und habe mich sehr gefreut, dass ich eine der erfolgreichsten und profiliertesten Produktionsfirmen Deutschlands dazu gewinnen konnte.“ Drehort und Darsteller stehen noch nicht fest. Weckert konnte eine Reihe prominenter Unterstützer für das Vorhaben gewinnen, darunter den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und seinen Vorgänger Edmund Stoiber, Kardinalpräfekt Gerhard Ludwig Müller, der emeritierte Erzbischof von Köln Kardinal Joachim Meisner.
Wen er auch darauf ansprach: Alle sind sich über die Rolle des Papa emerito in der Geschichte einig: „Mit ihm saß einer der bedeutendsten Intellektuellen und geistlichen Meister auf dem Stuhl Petri.“ Es sei fast wie ein Märchen, wie er seinen Weg gegangen sei. „Wir möchten einen großen Film machen, bei dem alles vom Feinsten sein soll, einschließlich der Musik und der Nebenrollen-Besetzung.“ „Ein mutiges Unternehmen“, lobt Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes. Er forderte das Produktionsteam auf: „Packt es mutig und fidel an!“

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